Übergewicht und Adipositas
Die Welt steht vor einer Adipositas‑Epidemie – laut WHO sind nahezu 1,9 Milliarden Erwachsene übergewichtig und über 650 Millionen adipös (WHO, 2026). Übergewicht erhöht das Risiko für metabolisches Syndrom und schwere Erkrankungen wie Typ‑2‑Diabetes, kardiovaskuläre Erkrankungen (z. B. Herzinfarkt, Schlaganfall) sowie nichtalkoholische Fettlebererkrankung. Unsere Lösungen setzen frühzeitig in dieser Kaskade an: Wir bieten Ansätze, um das Fortschreiten des metabolischen Syndroms zu verhindern und ihm entgegenzuwirken. Indem unsere Produkte helfen, überschüssiges Gewicht und abdominales Fett zu reduzieren sowie metabolische Marker (Blutzucker, Cholesterin usw.) zu verbessern, tragen sie zu besserer Gesamtgesundheit und gesundem Altern bei. Wir adressieren Übergewicht/Adipositas auf sichere, nicht‑systemische Weise – als Ergänzung zu Lebensstiländerungen und auch begleitend zu anderen Therapien.
Mundtrockenheit & Mundgesundheit
Chronische Mundtrockenheit ist ein häufig unterschätztes Beschwerdebild, das die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen kann. Normalerweise produzieren die Speicheldrüsen täglich 0,5–1,5 Liter Speichel, der die Mundschleimhaut schützt (Iorgulescu, 2009). Bei verminderter Speichelproduktion entstehen Beschwerden wie Schwierigkeiten beim Sprechen, Schlucken und Kauen sowie ein erhöhtes Risiko für Karies, Zahnfleischentzündungen und Mundgeruch. In schweren Fällen kann Xerostomie zu Schlafstörungen und Ernährungsproblemen führen. Häufige Ursachen sind Nebenwirkungen von Medikamenten, Diabetes, Autoimmunerkrankungen oder CPAP-Therapien bei Schlafapnoe. Certmedica bietet Menschen mit Mundtrockenheit mit der aldiamed Produktlinie intensive Pflege und Schutz der Schleimhäute.
Frauengesundheit & hormonelle Lebensphasen
Frauengesundheit ist eng mit hormonellen Veränderungen und metabolischen Prozessen verbunden. Insbesondere in den Wechseljahren führen hormonelle Umstellungen häufig zu Gewichtszunahme, veränderter Fettverteilung und einer erhöhten metabolischen Vulnerabilität. Auch bei bestehendem Kinderwunsch spielt das Körpergewicht eine zentrale Rolle, da Übergewicht die Fruchtbarkeit beeinträchtigen und Schwangerschaftsrisiken erhöhen kann. Als Spezialist für evidenzbasiertes Gewichtsmanagement mit formoline® leisten wir hier einen Beitrag zu Women’s Health.
Auf Basis unserer langjährigen Erfahrung im Bereich metabolischer Gesundheit möchten wir unser Engagement im Feld der Frauengesundheit gezielt ausbauen, um Frauen in sensiblen Lebensphasen mit sicheren und wissenschaftlich fundierten Lösungen zu unterstützen.
Metabolisches Syndrom & Longevity
Das metabolische Syndrom ist ein zentraler Risikofaktor für eine verkürzte Lebensspanne. Die Kombination aus abdominaler Adipositas, Dyslipidämie, Hypertonie und gestörter Glukosetoleranz fördert chronische Entzündungsprozesse und beschleunigt die Entwicklung kardiovaskulärer Erkrankungen. Besonders Atherosklerose trägt wesentlich zu Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiken bei. Longevity bedeutet nicht nur ein längeres Leben, sondern möglichst viele gesunde Lebensjahre in metabolischer Stabilität. Eine frühzeitige Intervention bei Übergewicht und metabolischen Risikofaktoren kann die Progression dieser Prozesse verlangsamen. Certmedica versteht metabolisches Management als Teil einer Longevity-Strategie und trägt mit evidenzbasierten Ansätzen zur Gewichtsreduktion und Verbesserung von Lipidparametern zur Reduktion kardiovaskulärer Risiken bei.
Polyglucosamin L112 – ein Wirkstoff mit vielen Facetten
Wie ein Diamant besitzt auch der Wirkballaststoff Polyglucosamin L112 viele Facetten. Der Rohstoff wird aus Chitin gewonnen, das aus den Schalen von Snow Crabs (Alaska-Schneekrabben, Chionoecetes opilio) stammt. Diese Krebstiere werden für die Lebensmittelindustrie gefangen – ihr Fleisch wird als Nahrungsmittel genutzt, während die Schalen einen wertvollen natürlichen Rohstoff für die Herstellung von Polyglucosamin L112 liefern.
Durch ein spezialisiertes Verfahren wird daraus Polyglucosamin L112 hergestellt. Nach besonderen Spezifikationen von Certmedica wird dieses als aktive Wirksubstanz in den formoline L112 Produkten eingesetzt. Polyglucosamin L112 besitzt eine außergewöhnlich hohe Fettbindungsfähigkeit und kann relevante Mengen an Nahrungsfetten sowie oxidierte Fette und Cholesterin im Verdauungstrakt binden. Dadurch trägt es zur Gewichtsreduktion bei und kann parallel LDL-Cholesterin sowie den Entzündungsmarker hs-CRP senken.
Darüber hinaus entfaltet Polyglucosamin L112 als Ballaststoff weitere positive Effekte. Ballaststoffe unterstützen die Darmgesundheit, können die Stuhlbeschaffenheit verbessern und die Diversität des Darmmikrobioms fördern.
Für die Herstellung von formoline L112 wird ausschließlich Polyglucosamin L112 verwendet, das eine geprüfte Fettbindungskapazität von mindestens 680 g Fett pro Gramm Wirkstoff aufweist und nach den strengen Qualitätsstandards von Certmedica verarbeitet wird.
Klinische Evidenz zu formoline L112
Die Wirksamkeit von formoline L112 (Polyglucosamin L112) ist durch mehrere randomisierte, placebo-kontrollierte klinische Studien sowie Metaanalysen belegt.
In einer randomisierten Langzeitstudie über 12 Monate verloren übergewichtige und adipöse Teilnehmende im Durchschnitt mehr als 12 kg Körpergewicht und reduzierten ihren Taillenumfang um über 13 cm (Cornelli et al., 2017).
Weitere Studien zeigen, dass formoline L112 im Rahmen einer moderaten Kalorienreduktion etwa dreimal wirksamer zur Gewichtsreduktion beiträgt als eine Basistherapie allein und gleichzeitig metabolische Parameter wie Insulinspiegel und Insulinresistenz verbessert (Rondanelli et al., 2023). In einer direkten Vergleichsstudie erzielte Polyglucosamin zudem mindestens gleichwertige, teilweise bessere Ergebnisse als Orlistat (Stoll et al., 2017).
Subgruppenanalysen zeigen, dass sich das metabolische Syndrom bei signifikant mehr Patienten mit L112 zurückbildet mit Verbesserungen von BMI, Körperfett und viszeralem Fett (Rondanelli et al., 2025). Außerdem erreichten mehr Patienten eine klinisch relevante Reduktion des Gesamtcholesterins und ihres Körpergewichtes um über 10 % bzw. 5 % (Rondanelli et al., 2023).
Präklinische Untersuchungen zum Wirkmechanismus belegen außerdem, dass Polyglucosamin im Verdauungstrakt bis zu zwei Drittel der aufgenommenen Nahrungsfette binden kann (Cnubben et al., 2016).
Klinische Pipeline
Unsere aktuelle Entwicklungs-Pipeline konzentriert sich auf die Erweiterung der Einsatzmöglichkeiten der proprietären Polyglucosamin-Technologie sowie auf neue Produkte in angrenzenden Gesundheitsbereichen. Zur weiteren Festigung unserer Position liegt ein besonderer Fokus unserer klinischen Forschung auf den Stadien 1 bis 3 des metabolischen Syndroms- Damit adressieren wir gezielt frühe bis fortgeschrittene Risikokonstellationen, um präventive und therapeutische Ansätze evidenzbasiert weiterzuentwickeln.
Ein zentraler Forschungsansatz ist ein klinisches Projekt, das mögliche kardiovaskuläre Effekte von Polyglucosamin L112 untersucht. Erste explorative klinische Daten (Belcaro et al., 2024) mit 284 Probanden ohne manifeste Herz-Kreislauf-Erkrankung zeigten über 12 Monate Verbesserungen früher atherosklerotischer Marker. So verringerte sich die Karotis-Intima-Media-Dicke (cIMT) um durchschnittlich 0,107 mm, während sie in der Kontrollgruppe leicht zunahm. Zusätzlich wurden Reduktionen oxidativer Stressmarker sowie Verbesserungen von Gewicht, Cholesterin und Blutdruck beobachtet.
Capture Studie
Auf Grundlage dieser vielversprechenden Daten hat Certmedica die groß angelegte CAPTURE-Studie (Cardio and Atherosclerosis Prevention and Treatment via fat Uptake REduction) initiiert. Dabei handelt es sich um eine randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte Multicenter-Studie mit Patienten mit erhöhtem kardiovaskulärem Risiko, beispielsweise bei Diabetes oder Hypercholesterolämie. Primärer Endpunkt der Studie ist die Veränderung der Carotis-Intima-Media-Dicke. Zu den sekundären Endpunkten gehören Plaquevolumen, LDL-Cholesterin, Marker für niederschwellige Entzündungen sowie weitere metabolische Parameter.
Die Studie wird unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Stefano Masi (Universität Pisa) durchgeführt, einem anerkannten Experten für kardiovaskuläre Erkrankungen. Mehrere klinische Zentren in Europa sind an der Datenerhebung beteiligt, um eine robuste multizentrische Studienbasis sicherzustellen. Die Ergebnisse dieser Studie werden für 2027 erwartet und könnten neue Perspektiven für die Rolle von Polyglucosamin L112 in der kardiovaskulären Prävention eröffnen.
Quellen
Webseite der WHO besucht am 22. April 2026: https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/obesity-and-overweight
Iorgulescu, G. (2009). Saliva between normal and pathological. Important factors in determining systemic and oral health. J Med Life, 2(3), 303–307.
Cornelli, U., Belcaro, G., Recchia, M., & D’Orazio, N. (2017). Long-Term Treatment of Overweight and Obesity with Polyglucosamine (PG L112): Randomized Study Compared with Placebo in Subjects after Caloric Restriction. Curr Dev Nutr, 1(10), e000919. doi:10.3945/cdn.117.000919.
Rondanelli, M. et al. (2023): A Randomized Double-Blind Placebo-Controlled Clinical Study to Evaluate the Effect on the Weight of a Medical Device with Polyglucosamine L112 in a Group of Overweight and Obese Subjects. Nutrients 2023, 15, 3516. DOI 10.3390/nu15163516 Original Studie.
Stoll M. et al. (2017): Randomized, double-blind, clinical investigation to compare orlistat 60 mg and a customized polyglucosamine, two treatment methods for the management of overweight and obesity. BMC Obesity 4(4): 1 – 9. DOI 10.1186/s40608-016-0130-4.
Rondanelli, M. et al. (2025): Modification of metabolic syndrome parameters following the administration of polyglucosamine L112: results of a subgroup analysis of subjects enrolled in a double blind randomised placebo controlled clinical investigation. BMC Nutr 11, 170 (2025). DOI 10.1186/s40795-025-01153-8 Original Studie.
Cnubben N. H., Tel, S. L., Hemmes, M. A., Langenkamp-Brand, A., Grossouw, D., Jansen, H. T., & de Bie, B. T. (2016). A single oral dose of a polyglucosamine influences the bioavailability of [9-(14)C]-Oleic acid in adult female Gottingen minipigs. BMC Obes, 3, 18. doi:10.1186/s40608-016-0096-22.
Belcaro, G. et al. (2024) ‘Intestinal fat absorption shifting by polyglucosamine biopolymer: Control of lipids and reduction of progression of early subclinical atherosclerosis’, Minerva Gastroenterology, 70(1), pp. 22–28. doi:10.23736/S2724-5985.23.03539-8.